Marktgemeinde Roßtal und Schulamt Fürth ignorieren klinische Standards

In der Grundschule Roßtal gibt es kein Warmwasser. Wie in vielen anderen Schulen auch. Die Lehrkräfte sind nicht unterwiesen im Umgang mit Desinfektionsmittel. Hautschutzpläne fehlen. Das richtige Zusammenspiel zwischen Luftfilter, lüften und anwenden der CO2-Ampeln ist vielen unklar. Lösungen werden ignoriert. Und das hat Folgen.

Seit Beginn der Pandemie protestieren Eltern gegen den aktuellen Zustand. Landkreisweit haben Lehrkräfte eigene Ideen entwickelt. Um Kinder bestmöglich durch die kritischen Phasen zu bringen. Leider haben in der Pandemie die Standards nach klinischem Vorbild keine Rolle gespielt. Sinnvolle Maßnahmen und konstruktive Ideen wurden dem Verwaltungsrecht untergeordnet. Und das hat auch im Landkreis Fürth Folgen. Hier ein Beispiel aus der Grundschule und Marktgemeinde Roßtal.

Die Haut kann durch Fehlanwendung von Hygienemitteln langfristige Folgen davontragen.

Mangelnde Hautpflege durch mangelndes Wissen

Hautekzem Grundschulkind Roßtal nach Stoffmaske

Durch falsches Hände waschen entwickeln einige Kinder Hautekzeme. Die Folgen können ein Leben lang wiederkehren. Mögliche Ursache kann zum Einen falsches Hände waschen sein. Denn dadurch können Hände austrocknen. Zum Anderen kann falsche Desinfektion ebenfalls zu Hautproblemen führen. Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen werden dazu regelmäßig geschult. Es sind rückfettende Mittel sowie deren korrekte Handhabung notwendig. Der Einbezug von Menschen aus dem Gesundheitswesen an Schulen wurde monatelang von einigen Eltern gefordert. Jedoch vom Sachaufwandsträger Roßtal ignoriert. Hautschutzpläne fehlen weiterhin. Auch die MPBetreibV wurde komplett ignoriert. Dies hätte bei der Durchführung der Testungen helfen können. Die Zuständigkeit durch die Marktgemeinde wird abgelehnt. Vom Schulamt kommt keine zielführende Rückmeldung. Vom Gesundheitsamt habe ich am 14.04.2021 eine Antwort erhalten. Zu meinen fachlichen Fragen wurde ich an das Gewerbeaufsichtsamt Nürnberg verwiesen. Von dort wiederum wurde ich um Geduld gebeten. Da meine Fragestellungen im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz geklärt wird. Eine Antwort habe ich bis heute (August 2022) nicht erhalten. Ich fühlte mich wie in einem gesetzgeberischen Brummkreisel, der fassungslos macht.

Friedlicher Protest vor Rathaus Roßtal, April 2021.

Diffamierung von elterlichem und fachlichem Protest als „RECHTS“

Bereits im April 2021 haben 12 Eltern vor der Grundschule protestiert. Ich erkenne an, dass der geschäftsführende Beamte und der Bürgermeister Präsenz zeigten. Zudem anwesend waren 6 Polizeikräfte mit drei Einsatzfahrzeugen. Aus Angst vor angeblich Rechten Aufmärschen. Aber es waren nur Eltern. Die friedlich auf die offensichtlichen Probleme hinwiesen. Seitens der Marktgemeinde wurde jegliche Verantwortung abgelehnt. Lösungsansätze verhalten ungehört. Wenige Tage später wurden Kinderspielsachen und Schuhe vor die Treppe des Rathauses gelegt. Um auf die kommenden Probleme aufmerksam zu machen. In sozialen Medien wurde Nähe zu Rechtem Denken unterstellt. Fachliche Argumente blieben ungehört. Die Zuständg wurde abgelehnt. Einige Eltern fühlten sich wütend und hilflos. Ich beobachte seitdem bei einigen Eltern Sympathien für die AfD oder die Partei „die Basis“. Denn dort finden sie überregional Gehör. Dabei müssten kommunal Verantwortliche nur zuhören. Anstatt Parteilinien über bewährte fachliche Standards zu stellen. Auch an anderen Orten ist ein stilles Hochschaukeln mangels offenem Dialog zu beobachten.

Am 03. September 2021 stellte der Autor ein Pflegebett vor die Mittelschule Roßtal. Er warnte, dass Maske tragen im Sport bei sommerlichen Temperaturen für Kinder und Jugendliche ein Problem werden kann. Während seiner Tätigkeit in Kliniken trägt er FFP2 in infektiösem Umfeld.

Intelligentes lüften? Fehlanzeige

In den Wintern 20/21 und 21/22 wurde in Klassenräumen buchstäblich zum Fenster hinaus geheizt. Trotz nachträglich installierten CO2-Ampeln und Luftfiltern. Vielen Kindern wurde empfohlen, Jacken und Decken mitzubringen. Bei aufgedrehter Heizung waren manche Klassenzimmer permanent gegen Außenluft offen. Es wurde zum Fenster hinaus geheizt. Vorhandenes Wissen ortsansässiger Kräfte im Gesundheitswesen wurden ignoriert. Die Folgen waren verschnupfte Kinder durch Zugluft, Missachtung der Arbeitsstättenrichtline sowie hohe Energiekosten für den Sachaufwandsträger. Nun drohen laut BNetzA Gasmangellagen. Und es zeichnet sich ab, dass nun per Verordnung in das Heizverhalten von Schulen eingegriffen werden wird. Es ist absehbar, dass Kinder in den Schulen nun das Dritte Jahr in Folge frieren werden. Bereits im Winter 2020/2021 hat eine Mutter einem Schulkind in Langenzenn einen kleinen Temperatursensor in die Schultasche gesteckt. Dieses Gerät zeichnete einen Vormittag lang die Temperaturkurven auf. Es wurden knapp 19 Grad gemessen. Bei sitzender Tätigket. Zusammen mit Zugluft und Strahlungskälte aus Wänden oder Böden kann dies enorm unangenehm werden. Und sogar krank machen. Zur Erinnerung. Dieser Bericht stammt aus Bayern. Aus einem Bundesland, das angeblich für Laptop und Lederhose steht. Eltern, Kinder und Lehrkräfte haben an Schulen Situationen erlebt, die bisher nur aus Entwicklungsländern bekannt waren.

Massive Grundrechtseinschränkungen mit jahrelangen Folgen

Das pauschale wegsperren von Kindern hat nun juristische Folgen. So wurde auch in einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs erkannt, dass pauschale Isolationsanordnung rechtswidrig war (link rewis.io). Viele Verwaltungsakte werden sich in den kommenden Monaten und Jahren als falsch herausstellen. Die Prozesse belasten die ohnehin personell schwach ausgestattete Justiz nun zusätzlich. Was jedoch bleiben wird sind die dadurch verursachten Schäden an Kindern und Jugendlichen. In Roßtal musste ich als Vater lange miterleben, wie Verwaltungsakte an Schule und Hort durchgesetzt wurden. Was juristisch auf den ersten Blick vielleicht formal korrekt war. Menschlich und fachlich war vieles jedoch nicht.

Die Folgen der Pandemieverwaltung sind für Kinder und Jugendliche vielfältig.

Fehlende breite Offenehit für psychische Folgen

Aktuell fehlt es in der Gesellschaft am breiten Blick für die stillen Folgen durch Pandemieverwaltung. Im Sommer 2022 traf ich einen Jungen, der ebenfalls an der Grundschule Roßtal ist. Ich stellte fest, dass er in der Freizeit oft auf die Toilette eilt. Zuerst wurde eine Blasenschwäche vermutet. Seine Eltern gaben jedoch den Hinweis, dass es sich um eine Art Waschzwang handeln kann. Und der häufige Gang zur Toilette dies geschickt kaschieren könnte. Bei anderen Kindern treten zugleich erhebliche Lernrückstände oder Verhaltensänderungen auf. Ich habe in der Pandemie Kinder mit suizidalen Gedanken kennen gelernt. Sowie Hautekzeme auf Händen und im Mundbereich gesehen. Es entstanden durch den Vollzug von Verwaltungsmaßnahmen langfristige Folgen für Kinder. Und als Schuldiger wird pauschal Corona genannt. Das ist falsch. Die Ursache für diese Schäden an Kindern liegt in einer sturen Verwaltung. Die keine Ahnung von klinischen Standards hat. Und auch kein Interesse daran zeigt.

Ein Landkreis in Bayern ohne Krankenhaus macht Pandemieverwaltung

Der Landkreis Fürth hat kein eigenes Krankenhaus. Zugleich wurde den Einwohnern im Landkreis Fürth per Verwaltung der angeblich richtige Weg aufgezeigt. Aber können Verwaltungsvorgaben ohne Rücksicht auf Erfahrungen aus der Praxis der richtige Weg sein? Von FDP Bezirksrat Markus Lülling (link) wurde mir bestätigt, dass die Anzahl an Kindern in den Bezirkskliniken Mittelfranken deutlich zunimmt. Dies zeigt, dass Kinder in ganz Mittelfranken an den Folgen aus der Pandemie schwer zu tragen haben. Und auch dafür müssen wir nun den Blick öffnen. Wenn auch Sie Kinder haben oder kennen, die an psychischen oder physischen Folgen leiden, dann wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Versicherungsträger sowie psychologische Beratungsstellen. Auch viele Lehrkräfte und Ärzte öffnen hierzu den Blick. Gegebenenfalls sind leider auch juristische Mittel in Erwägung zu ziehen. Um Ansprüche geltend zu machen. Doch das ist nicht Ziel des Beitrags. Mein Ziel dieses Beitrags ist es, für die Thematik zu sensibilisieren. Verbunden mit der Forderung: Gegen medizinische Probleme muss fachgerecht vorbeugend gehandelt werden. Wissen schafft Fortschritt und Freiheit. Die Lehrkräfte sind fachgerecht zu schulen.

Lehrkräfte schulen, klinische Standards einbinden, Probleme lösen

Gemeinsam Probleme lösen

Den Lehrkräften, Eltern und Kindern, die wiederholt versuchen die Lage bestmöglich zu lösen, gebührt tiefer Respekt. Zugleich bleibt zu befürchten, dass weiteres „durchregieren“ auf kommunaler Ebene die Flucht von Lehrkräften in Teilzeit oder Jobwechsel stärkt. Und im Winter 2022/2023 sich die Probleme und Schäden wiederholen. Oder sogar manifestieren. Es ist aus meiner Sicht dringend notwendig, die Sommerzeit zu nutzen. Um Standards im Gesundheitswesen als Vorbild zu nehmen. Zum Schutz der Kinder. Und zum Schutz der Lehrkräfte. Die verwaltungsrechtlichen Maßnahmen dürfen nicht mehr Schaden als Nutzen erzeugen. Fachkräfte im Gesundheitswesen können bei falscher Anwendung intervenieren. Und zur Optimierung und Akzeptanz von Maßnahmen zum Infektionsschutz in Schulen beitragen. Neben Covid sind Nachholerkrankungen bei Noro, Rotha und Grippe absehbar. Sachaufwandsträger und Schulamt müssen sich öffnen. Denn Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen arbeiten häufig seit Jahren und professionell mit Infektionsrisiken. Der gemeinsame Dialog kann so Konflikte und Ängste mit neuen Aspekten und Lösungen entschärfen. Die Umsetzung klinischer Standards und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben muss auch an Schulen im Landkreis Fürth gewährleistet werden.

Quellen und links

https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVwV151491/true

https://www.gesetze-im-internet.de/mpbetreibv/__2.html

https://www.dguv.de/de/versicherung/berufskrankheiten/hauterkrankungen/index.jsp

https://www.br.de/nachrichten/wissen/suizid-hilfe-fuer-jugendliche-dringend-gesucht,THbq8xU

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