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Fürther FDP fordert eine Mitgliederbefragung im Falle an einer Regierungsbeteiligung im Bund

Schon in drei Monaten beginnt die Briefwahl für die Bundestagswahl 2021. Sollte sich die FDP, die in aktuellen Umfragen bei 13% liegt an der nächsten Bundesregierung beteiligen, regen die Liberalen aus dem Kreisverband Fürth an, dass die Mitglieder der gesamten FDP einem Koalitionsvertrag mehrheitlich zustimmen müssen. Der Fürther FDP-Bundestagskandidat Daniel Bayer begrüßt diese Anregung ausdrücklich, da „bereits die Mitgliederbefragung der bayerischen FDP in Bezug auf die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2018“ zu einer großen Mobilisierung der Mitglieder und anschließend enger Geschlossenheit der FDP im Wahlkampf geführt hat. Die Fürther Liberalen erhoffen sich die gleiche Wirkung auch im Jahre 2021.

Daniel Bayer, Kreisvorsitzender

75 Jahre Parteimitglied: Hans Helmut Rösler

Rede des Kreisvorsitzenden anlässlich 75 Jahre Parteimitgliedschaft von Hans Helmut Rösler:

Lieber Hans,

es ist mir als Kreisvorsitzender der FDP Fürth heute eine besonders große Freude, dir herzlichst zu 75 Jahren Parteimitgliedschaft zu gratulieren.
In diesen 75 Jahren bist du nicht „nur“ Parteimitglied gewesen, sondern hast jeden Tag für liberale Werte und Überzeugungen gekämpft – und das, bis heute!

Wir im Kreisverband schätzen deine Meinungen und Ideen sehr.
Wir sagen vielen, vielen Dank und verbeugen uns zutiefst vor deinem Lebenswerk.

Daniel Bayer

Über das Leben von Hans Helmut Rösler

„Hier ist Ersatz für die Verhafteten“, mit diesen Worten trat am
2. Mai 1946 Hans Helmut Rösler im thüringischen Eisenberg in die Liberal-Demokratische-Partei ein, nachdem am 1. Mai eine Gruppe junger Liberaler wegen einer plakativen Aktion gegen die von den Kommunisten organisierten Kundgebung verhaftet worden waren.

Der aus dem Sudetenland Stammende lebte nach der Vertreibung aus seiner Geburtsstadt Aussig, heute Usti nad Labem, in Eisenberg/Thüringen und absolvierte dort nach dem Besuch einer Internats-Oberschule in Dresden und der Handelsakademie in seiner alten Heimat während des 2. Weltkriegs eine Ausbildung als Industriekaufmann, wo er bis zu seiner Verhaftung tätig war.

In der liberalen Partei übernahm er bald die Aufgabe eines ehrenamtlichen Jugendreferenten, wurde Mitglied des Jugendbeirats seiner Partei in Jena, und war in seiner neuen Heimat bald eine bekannte Persönlichkeit in der Auseinandersetzung mit den örtlichen Kommunisten. Es gelang ihm eine politisch aktive Gruppe von „Jungdemokraten“ aufzubauen, die sich so in der sowjetischen Besatzungszone nicht nennen durften. Kurzzeitig erreichte er durch seine politische Arbeit, die örtliche FDJ vom kommunistischen Einfluß frei zu halten. In dieser Zeit hatte er Gelegenheit mit prominenten Kommunisten, wie Alexander Abusch und dem Vater von Klaus Gysi über demokratische Werte zu diskutieren. 1947 nahm er an dem Partreitag seiner Partei in Eisenach teil, an dem auch Parteifreunde aus dem Westen, wie Theodor Heuß, teilnahmen. Durch seine politische Tätigkeit konnte er seine Parteifreunde und die Jungdemokraten in Westberlin besuchen und Westzeitungen und Literatur nach Eisenberg bringen, wo er in einer Gaststätte Leseabende veranstaltete. Auch hielt er damals schriftliche Kontakte zur bayerischen FDP und deren Landesjugendsekretär.

Im September 1948 verhaftete der sowjetische Geheimdienst den 19-Jährigen, der dann von einem Militärgericht In Weimar wegen antisowjetischer Propaganda, konterrevolutionärer Konspiration und Spionage „in Ermangelung der Todesstrafe“, die Sowjetunion hatte für einige Zeit die Todesstrafe abgeschafft, zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde. Nach 8 ½ Jahren Haft im „Gelben Elend“ in Bautzen und in Fort Zinna in Torgau kam er durch Bemühungen von Thomas Dehler und Hans-Dietrich Genscher frei und reiste nach Bayern zu seiner Familie aus.

In Nürnberg war er 21 Jahre als Geschäftsführer in einem Großhandelsunternehmen tätig und engagierte sich wieder aktiv in der liberalen Partei, der FDP. Er war Landesvorsitzender und Bundesvorstandsmitglied der Deutschen Jungdemokraten, Bezirksvorsitzender der FDP in Mittelfranken und stellvertretender Landesvorsitzender der Partei in Bayern. Von 1976 bis 1997 war er Hauptgeschäftsführer der FDP in Bayern. In der Wendezeit 1989/1990 nahm er sofort Kontakt zu seinen alten Freunden und den den Jungen Liberalen in Thüringen auf und begründete eine Partnerschaft zwischen seinen Kreisverband Fürth und dem heutigen Kreisverband Jena-Saale-Holzland.

Hans Helmut Rösler, der vom Bundespräsidenten mit Bundesverdienstkreuzen 1. Klasse und am Bande ausgezeichnet
wurde, ist noch heute politisch aktiv und Ehrenvorsitzender der liberalen Partei des Kreisverbandes Jena-Saale-Holzland, des Bezirksverbandes Mittelfranken, des Kreisverbandes Fürth und der Jungen Liberalen in Thüringen. Er ist seit 57 Jahren mit seiner Frau Ursula, einer ehemaligen Jungdemokratin, die ebenfalls aus dem Sudetenland stammt, verheiratet.

Corona

Zum heute von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten beschlossenen Lockdown ab kommenden Mittwoch äußert sich Bayerns FDP-Vorsitzender Daniel Föst:

„Der Lockdown vor Weihnachten ist unvermeidlich, aber er hätte verhindert werden können. Seit dem Sommer war Zeit, um konsequente und nachvollziehbare Maßnahmen zu durchzusetzen. Erst seit kurzem werden nun hektisch überfällige Schutzmaßnahmen ergriffen.

Von Beginn der Corona-Krise an war Bayern eines der Bundesländer mit den höchsten Infektions- und Todeszahlen. Fast täglich präsentiert Ministerpräsident Söder neue Lösungen, um Besserung zu erreichen. Gebracht hat das bisher wenig.  Wir brauchen dringend eine klare, durchhaltbare Strategie statt der Söder-Show. Bundes- und Staatsregierung müssen jetzt den Lockdown nutzen, um konkrete Maßnahmen zu ergreifen.

• Wir brauchen mobile Rapid-Response-Teams, die insbesondere Alten- und Pflegeheime bei Infektionsgeschehen unterstützen und in Hotspots bei der Massentestung helfen.

• Schulen und Kitas müssen flächendeckend mit Raumluftreinigern ausgestattet werden. Zudem sollten dort konsequenten Schnelltests oder Gurgel-Sammeltests angewendet werden, um Ausbrüche im Keim zu ersticken.

• Eine Erhöhung der Kapazitäten im ÖPNV ist nötig, damit die Auslastung sinkt, so wie man es mit einer Taktverstärkung bei den Schulbussen vorgemacht hat.

• Kostenfreie FFP2-Masken müssen schnell an Risikogruppen ausgegeben werden.

• Die aufgestellten Regeln müssen konsequent kontrolliert werden, insbesondere im stationären Einzelhandel für die Nahversorgung.

• Bei der anstehenden Impfstrategie sollten dringend die Hausärzte mit eingebunden werden, um die Kapazitäten zu erhöhen.

Als Freie Demokraten schlagen wir seit Monaten Alternativen und Ergänzungen zu den Maßnahmen der Staatsregierung vor, die aufgrund von Machtdemonstrationen ignoriert oder erst viel zu spät umgesetzt werden. Solche Spielchen gefährden Menschenleben und helfen bei der Bekämpfung der Pandemie nicht.“


Lesen sie hier die ganze Pressemitteilung des Landesverbandes: