Norbert Eimer, geboren am 19. März 1940 in Trautenau/Sudentenland, absolvierte nach einer abgeschlossenen Lehre als Stahlformenbauer ein Maschinenbaustudium. Zwischenzeitlich trat er den Wehrdienst an.
Seit 1970 Mitglied der FDP, war Eimer Kreisvorsitzender der FDP in Fürth. Hier setzte er sich für den Erhalt der Fürther Altstadt ein und gründete mit dem „Konzept einer Wiederbelebung“ den Altstadtverein St. Michael. Er war Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes in Bayern, Sprecher des Evangelisch-Liberalen Gesprächskreises in Bayern (ELGB) und gehörte zusammen mit Josef Ertl, Hans Rösler und Horst Seeger zu den Gründungsmitgliedern des Grundsatzarbeitskreises der FDP Bayern.
Seit dieser Zeit beschäftigt er sich mit den Grundlagen und der Philosophie des Liberalismus, der griechischen Philosophie und der Philosophie von Karl Raimund Popper. Eimer war von der achten bis zur zwölften Wahlperiode (1976 – 1994) Mitglied des Bundestages. Durch seine Bekanntschaft mit Prof. Dr. Hans Joachim Rüstow angeregt, beschäftigte sich Eimer mit den Gebieten der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Rüstow gehörte zum Kreis der führenden Vertreter des Neoliberalismus (auch Ordoliberalismus oder Sozial-Liberalismus genannt) wie, Röpke, Eucken, Böhm, Hayek, Ludwig Erhard und seinem Staatssekretär Alfred Müller-Armack. Dieser prägte den Ausdruck „Soziale Marktwirtschaft“.
In der Kommission zur Erarbeitung der Freiburger Thesen 1971 arbeitet Eimer für den ursprünglich von den Deutschen Jungdemokraten benannten Heiner Bremer vor allem auf den oben genannten Gebieten. Zu dieser Zeit war Eimer Mitglied des Bundesvorstandes der Deutschen Jungdemokraten. Sein Arbeitsbereich im Bundestag umfasste Sozialpolitik und Familie, Frauen und Gesundheit. Er war einer der Gründer der Kinderkommission des Deutschen Bundestages setzte sich vor allem für die Anerkennung der UNO Grundrechte für Kinder ein und für das Gesetz für ein gemeinsames Sorgerecht bei getrennt Lebenden, Geschiedenen und unverheirateten Paaren mit Kindern. Beide Vorhaben waren von den Beamten im Justizministerium umstritten und konnten erst durch den Einsatz des damaligen Justizminister Klaus Kinkel durchgesetzt werden. Eimer arbeitete in den Enquetekommissionen Frau und Gesellschaft, Jugendprotest im demokratischen Staat und der Enquetekommission zur Bekämpfung von Aids mit. Aus Krankheitsgründen kandidierte er nach 1994 nicht mehr für den Bundestag.
Nach seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter war er Bezirksvorsitzender der FDP Mittelfranken und Stadtrat in Fürth. Heute ist er Ehrenvorsitzender der mittelfränkischen FDP.




